Klima Technologien, die die Welt verändern

Veröffentlicht am: 
Februar 2, 2022

Es wird heiß!

Seit der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts, führen wir ein unbeabsichtigtes Experiment durch: Wie sehr können wir das Klima in neue Extreme pushen?

Wir sehen mittlerweile die direkten Impacts des Klimawandels. Viele verschließen noch immer die Augen. Doch selbst Politiker und Unternehmen implementieren neue Regelungen. Eine Karbonfreie Welt wird kommen (müssen).

Wissenschaftler arbeiten an neuen ClimateTech Enwicklungen wie:

  • natürliche lösungen,
  • co2-sequestrierung,
  • solares geoengineering.

Habt ihr etwa schon mal von

- Solar Engineering

- CO2-Filterung aus der Luft

- CO2 Rückführung

- CO2 Recycling gehört?

Du willst mehr dazu wissen, dann geht's hier weiter:

Was bedeutet CO2-Filterung aus der Luft?

Etwas, das Astronauten auf ihren Reisen bereits mit eingebaut haben: Filter, welche CO2 aus der Luft welche sie verbrauchen filtern, um so die Luft zu regenerieren. Dieses auf unsere Atmosphäre anzuwenden ist jedoch ein gigantisches Unterfangen. In der Schweiz steht ein solches Gebilde von Climeworks.

Was versteht man unter CO2-Rückführung?

CO2 wieder dorthin zurückführen, wo wir es gefunden haben: unter die Erde.

In Island wird genau dies betrieben: Hellisheidi Geothermal Power Plant hat den großen Vorteil des isländischen Basaltbodens, welcher sich gut chemisch mit CO2 verbindet. Somit wird CO2 eingefangen, und zu Stein verwandelt. Diese beiden Methoden werden auch als Negative Emissions Technologien bezeichnet. Mit ihnen könnte man, mit einer großen kritischen Masse, CO2 so sehr reduzieren, dass man zeitlich gesehen in die Vergangenheit geht und so mehr Emissionen einfängt, als derzeit ausgestoßen werden.

Doch genau hier liegt auch der Knackpunkt: die kritische Masse.

Doch wie sieht es mit recycling aus?

Können wir unser CO2 wiederverwenden?

Ein Flugzeug ist zu schwer, als dass es mit Batterien weit kommen könnte. Es braucht mineralischen Treibstoff.

In Zürich können flüssige Kohlenwasserstoffbrennstoffe aus zwei Inhaltsstoffen hergestellt werden: CO2 und Wasser. Diese werden in einem Solarreaktor zu einem synthetischen Gas umgewandelt, welche dann wiederum in Treibstoff, welcher Solar Methanol genannt wird, gewandelt werden können. Beim Verbrennen, also zum Beispiel während eines Fluges, wird der Treibstoff verbrannt und der Atmosphäre wieder zugeführt, von welcher es kam. Eine echte Karbonneutralität.

Die jährliche CO2 Emissionen könnten dabei um 1 Milliarde Tonnen reduziert werden. Die Technologie funktioniert bereits, steckt auf Grund ihrer Kosten jedoch noch in ihren Kinderschuhen.

Können wir noch mehr aus recyceltem CO2 herstellen?

Ja!

Zahnpasta, Yogamatten, Uhren, Klamotten, Besteck, selbst Autoteil können hergestellt werden, indem sie mehr CO2 verbrauchen, als sie für ihre Herstellung benötigen.

Betonproduktion etwa stößt eine Menge CO2 aus (8% der globalen jährlichen Emissionen. Als Land gerechnet wäre dieses Land der Drittgrößte Emittent).

CUT, ein Start-Up aus Indien, konvertiert CO2 in eine benötigte Zutat für die Herstellung von Beton. Zusätzlich muss weniger Beton beim Bau verwendet werden, während es sogar stärker als bisheriges Beton ist, und dabei CO2 bindet und verwendet.

Doch was ist denn jetzt Solar Engineering?

Es ist eine Möglichkeit, Sonnenlicht abzufangen, das in den Planeten eindringt, um den Planeten zu kühlen. Die Kernidee ist, dass Menschen die Energiebilanz der Erde bewusst verändern könnten, um die durch Treibhausgase verursachte Erwärmung und Klimaveränderungen auszugleichen.

Geo-Engineering ist auch unter Wissenschaftlern eine umstrittene Idee.

Im Grunde ist die Idee folgende: Wolken sind schwebende Sonnenreflektoren. In ihnen sammeln sich Wasserpartikel, welche das Sonnenlicht abstoßen und in andere Richtungen lenkt. Daher ist es auch weniger sonnig, wenn es bewölkt ist, das wissen wir alle. Sonnenlicht erwärmt zugleich unsere Erde, welche sowieso immer Wärmer wird, da wir durch Treibhausgase unsere Atmosphäre nicht abkühlen lassen.

Das Marine Cloud Brightening Project injiziert Wolken mit Salzwasser, vor allem über Ozeanen, damit diese heller werden und so mehr Sonnenlicht reflektieren. Dieses Projekt wird über dem vom Klimawandel angegriffenen Korallenriffen in Australien bereits probiert. Dies auf globalem Level jedoch durchzuführen, könnte gefährliche Nebenwirkungen mit sich bringen. Unsere Atmosphäre, unser Planet und alle Lebewesen inklusive Flora und Faune reagieren sensibel auf Wetterumschwünge. Ein Experiment mit Sonnenlicht und Temperaturkontrolle lässt sich im Labor niemals genau für einen gesamten Planeten vorhersagen.

Noch nicht genug von Kontroversen gehabt?

Frank Keutsch der Harvard Universität recherchiert eine Technologie, welche weiter geht, als Brightening Clouds. Seine würde den gesamten Planeten erhellen. Sein Plan ist es, Partikel in die Stratosphäre einzubetten, welche direkt dort Sonnenlicht zurück ins All reflektieren. Damit wird das Sonnenlicht, welches auf die Erde trifft reduziert, was zu einer Abkühlung des Planeten beitragen könnte. Dieser Effekt tritt unverzüglich ein. Denn wir kennen ihn schon! Bei Vulkanausbrüchen! Dort werden Aerosole in die Stratosphäre geschossen und die Erde kühlt ab.

Viele befürchten jedoch, eine groß angelegte Manipulation der Erdatmosphäre könnte eine gefährliche Kaskade an Nebenwirkungen bewirken. Nebst der Abkühlung, wie wirkt sich diese Aktion auf den Wasserkreislauf, auf Hitzewellen oder Dürren aus? Die ethischen Komplikationen, etwa, dass diese Technologien eine carde blanche darstellen, um ungehindert weitere Emissionen auszustoßen.

Das Argument der Wissenschaftler ist: wir brauchen eine Zeitmaschine in die Vergangenheit. Wir müssen CO2-Emissionen abbauen, um dann auch die der vorherigen Jahrzehnte aus der Atmosphäre bereinigen zu können. Somit sehen viele Geo- oder Solar-Engineering als eine effektive Methode, um die Klimaschäden derzeit sofort zu reduzieren, um dann mit den verfügbaren Technologien die vorhandenen Treibhausgase abbauen zu können.

Wir wollen Konsumentscheidungen positiv beeinflussen,
um gemeinsam den langfristigen Erhalt eines lebenswerten Planeten zu sichern.

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